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Deutschland-Pokal Bad Wildungen

Dienstag 10. September 2013 von tim

Immer wieder Köln, Köln, Köln und Bayreuth

Werner Burkhardt (A-Klasse/RSV Bayreuth), Holger Nikelis (B-Klasse/RSC Köln), Albert Solbach (C-Klasse/RSC Köln) und Mathias Vibranz (N-Klasse/RSC Köln) sind die Sieger beim Deutschland-Pokal in Bad Wildungen.

 Wow, wow, wow! Für die Erfolgsserie im Deutschlandpokal 2013/14, der RTT-Serie (Rollstuhl-Tischtennis Serie), am Wochenende in Bad Wildungen, des RSC Köln lassen sich kaum andere Attribute finden. Das Engagement in der Abteilung und im Nachwuchsbereich des RSC Köln trägt zum Herbstanfang erneut Früchte. Auch seinen zweiten Auftritt in der N-Klasse der RTT-Serie 2013/14 gestaltete Mathias Vibranz erfolgreich. Im fast ausschließlich „kölschen Feld“  kassierte Vibranz – N-Klasse-Sieger von Lobbach, am Samstag in Nordhessen nur drei Satzverluste. Gemessen am superspannenden Verlauf der über siebenstündigen Marathontour fiel der Sieg von Vibranz vielleicht etwas zu deutlich aus, war aber zweifellos verdient.

Susanne Münch-Fischer (RSC Köln) – die erst ihren zweiten Deutschland-Pokal spielte, belegte Platz drei mit einem klaren 3:0 gegen ihren Vereinskollegen Hannig, der aus der Vorrundengruppe, als „Zweiter“ kam. Für das RSC-Tripple in der N-Klasse sorgte Lisa Hentig. Für Hentig lief es zum DP-Saisonauftakt in Lobbach noch nicht so rund (Platz 9.). Mit einer 7 zu 0 Runde und 21: 1 Sätzen peitschte sich die Rückschlagerprobte „Hentig“ – die auch in der Tennisszene unterwegs ist und unter dem Beifall der übrigen RSC-Crew durch die Vorrunde. Im Finale zügelte Mathias Vibranz die junge Kölnerin mit 3:1. Die Stimmung und das Flair in der N-Klasse konnte man durch die ganze Sporthalle der Werner-Wicker-Klinik hören.

Neben Platz 5. und 6. – Harry Baus (BSG Duisburg) bzw. Anette Leisering (RSC Köln) machte auch noch eine junge Frankfurterin „Natasche Wendrock“ auf sich aufmerksam, auch wenn am Ende nur Platz 11. stand.    

v.l.n.r.: Lisa Hentg, Mathias Vibranz, Susanne Münch-Fischer (RSC Köln) Foto: H.Nikelis

v.l.n.r.: Lisa Hentig, Mathias Vibranz, Susanne Münch-Fischer (RSC Köln) Foto: H.Nikelis

A-Klasse

In der Besetzung, Werner Burkhardt (RSV Bayreuth), Wolf Meißer (RSC Frankfurt) und Karl-Heinz Korbanek (BSG Bielefeld) kam das Trio in der Klasse – A über die Ziellinie. 

Beim Drei-, bzw. Vierkampf an der Spitze stach Werner Burkhardt vom RSV Bayreuth am Ende am Besten. Andre Weidemann von der BSG Duisburg hingegen musste sich an diesem Tag mehrmals schütteln – einerseits wollte er diesen gebrauchten Tag abschütteln, andererseits gab es während der entscheidenden Partie gegen Burkhardt ein ungewolltes Ratequiz, durch einen indisponierten, lauten Zuschauer. Burkhardt war zu dieser Zeit schon auf der Siegerstraße unterwegs, denn Bayreuths Nummer „2“ hatte zuvor Meißner (RSC Frankfurt) und auch Korbanek (BSG Bielefeld) mit 3:2 in der Box stehen lassen. Ein Selbstläufer war der Sieg in der A-Klasse für Burkhardt allerdings nicht. Zur frühen Stunde musste der Bayreuther ausgerechnet gegen Thorsten Grünkemeyer (BSG Bielefeld) eine 1: 3 Niederlage hinnehmen und war für den Tag gewarnt.

Wolf Meißners (RSC Frankfurt) Abstinenz  in der Vergangenheit, sein aggressives Noppenspiel und die Linksauslage brachten dann auch den entscheidenden Vorsprung des Mainhatteners vor dem Punktgleichen Duo Korbanek und Weidemann. Bei gleicher Punktebilanz – von 5:2 Siegen, brachte die Satzbilanz das Trio am Schluss, in eine Reihenfolge.

 

v.ln.r.: Wolf Meißner (RSC Frankfurt), Werner Burkhardt (RSV Bayreuth), K.-H. Korbanek (BSG Bielefeld) Foto: W.Burkhardt

v.ln.r.: Wolf Meißner (RSC Frankfurt), Werner Burkhardt (RSV Bayreuth), K.-H. Korbanek (BSG Bielefeld) Foto: W.Burkhardt

 

 

B-Klasse

Beim Sieger der B-Klasse könnte die Stimmungslage derzeit kaum besser sein. Die bevorstehenden Europameisterschaften (Lignano) und der klare Durchmarsch in der B-Klasse stimmen auch Paralympicssieger „Holger Nikelis“ (RSC Köln) hoffnungsvoll. Mit reichlich Matchpraxis – auch wenn das typische Tetraklientel in der B-Klasse fehlte, einer Ausdauerleistung und der nötigen Portion Selbstvertrauen reist „Nikelis“ in den kommenden Tagen (20.September) zum Abschlusslehrgang der Nationalmannschaft nach Lobbach an.

Die Ausgangsposition für den internationalen Dauerbrenner könnte kaum besser sein. Auf Augenhöhe lag am Samstag „Alfred Sina“ von der BSG Duisburg, der in der Endabrechnung nur einen Satz mehr liegen ließ als Nikelis. Insider aber wissen, dass zwischen den beiden einige Handicap-Klassen liegen. Nikelis wackelte dann auch nur noch im Match gegen Wildungens einzigen Starter und Linkshänder Marcel Miss (3:2/RSC Bad Wildungen/Platz 8.).

Dem Drittplatzierter „Josef Lerner“ (RSG Plattling) war es dann auch vorbehalten die Hierarchie in der B-Klasse auf Wimpernschlag-Niveau zu halten. Mit einem 3:1 Sieg über A.Sina (BSG Duisburg) bei eigener Niederlage gegen H.Nikelis (1:3) stauchte der Passauer zwar die Top „Drei“, brachte aber auch das Verfolgerfeld mit Bliersbach (BSG Duisburg), Zimmermann (Hamburger SV) und Reuter (RSG Koblenz) auf Distanz.

 

Holger Nikelis (RSC Köln),Alfred Sina (BSG Duisburg) Foto: H.Nikelis

Holger Nikelis (RSC Köln),Alfred Sina (BSG Duisburg) Foto: H.Nikelis

C-Klasse

Albert Solbach (RSC Köln) und Noppe – zwei Pole, die noch nicht zusammenpassen. Nach Lobbach steht der Kölner – mit Vettelgenen, erneut in der Klasse – C an der Spitze. Solbach`s Start-Zielsieg hätte enger nicht ausfallen können. Im Quartett mit Frank Richter (Hamburger  SV), Laurence Taburet (RSC Frankfurt) und Sascha Barth (RSC Berlin) spielten sich die Protagonisten, im Gleichschritt, zum vermeintlichen Tagessieg. In der Schlussrunde standen die „Vier“ jeweils mit 7:2 Spielen vor der höchsten Auszeichnung, bevor Turnierleiter Ernst Weinmann den Satzschieber bemühen musste.

Olga Schneider (RSV Bayreuth) und Laurence Taburet (RSC Frankfurt) brachten mit ihrem Noppenspiel und gemeinsam als Damen-Duo, den Aufsteiger, Solbach in Verlegenheit. Beiden musste der Kölner im direkten Vergleich gratulieren.

In der Rangfolge ließ Frank Richter vom Hamburger SV weniger Sätze (24:10) liegen, als Laurence Taburet (25:12/RSC Frankfurt). Sascha Barth (RSC Berlin) fährt als Vierter erneut 7 Punkte für die RTT-Gesamtwertung 2013/14 ein.  

v.l.n.r.: Frank Richter (Hamburger SV), Albert Solbach (RSC Köln), Laurence Taburet (RSC Frankfurt) Foto: H. Nikelis

v.l.n.r.: Frank Richter (Hamburger SV), Albert Solbach (RSC Köln), Laurence Taburet (RSC Frankfurt) Foto: H. Nikelis

Fachbereichs-Vorstand Winfried Prondzinski zog nach der Wiederbelebung des Deutschlandpokals in Bad Wildungen dann auch ein erstes Fazit: „Es war für alle eine gute Veranstaltung und Probelauf zugleich, wenn gleich bei einer Wiederholung noch an vielen Stellschrauben gedreht werden muss“! Prondzinski weiter, dass war nicht anders zu erwarten und einkalkuliert. In erster Linie zählen der zentrale Standort und die Nähe zur Werner-Wicker-Klink.  

In diesem Sinne, auf ein Wiedersehen in 2014!

Nächster Deutschland-Pokal ist am 05.Oktober 2013, in Bad Blankenburg.

Ergebnisse gesamt: DP-B-Wildungen Ergebnisse gesamt 2013

Gesamtwertung RTT-Serie: DP-Wertung 2013-14

Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 10. September 2013 um 14:18 und abgelegt unter DP-Serie, Ergebnisse, National.

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